Motoröl

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Das Motoröl im 2CV6 hat die Aufgabe zur Schmierung, Kühlung und Abtransport von Schmutz und Verschleißpartikel. Zu grundsätzlichen Informationen rund um Motoröl siehe den entsprechenden Wikipedia-Artikel.

Durch die Auslegung des 2CV Motors auf Nasssumpf-Druckumpaufschmierung befindet sich das Motoröl vorwiegend in der Ölwanne.

Motorölsorten

Je nach Motorart (mit oder ohne Ölfilter) werden an das Motoröl unterschiedliche Anforderungen gestellt. Öl für Motoren ohne Ölfilter müssen Schmutz und Partikel in der Ölwanne absetzen lassen können, während Öl für Motoren mit Ölfilter den Schmutz in der Schwebe halten muss um ihn sicher in den Ölfilter zu transportieren.

Motoren ohne Ölfilter benötigen daher ein niedrig legiertes Öl und kommen problemlos auch mit Einbereichsölen klar. Bei solchen Motoren muss der Ölwechselintervall aber kurz gehalten werden, und die Ölwanne immer wieder mal ausgespült werden um Verschmutzungen aus dem Motor entfernen zu können.

Motoren mit Ölfilter können ein höher legiertes Motoröl verwenden, vorzugsweise ein Mehrbereichsöl, das längere Ölwechselintervalle ermöglicht und bei entsprechender Auswahl der Viskositätsklasse einen hohen Viskositätsindex bietet.

Motoren mit Ölfilter

Die Angaben in Bedienungsanleitungen sind nicht einheitlich. Je nach Ausgabejahr und Land (Frankreich, Belgien, Deutschland, ...) wird ganzjährig ohne weitere Zusätze vorgegeben:

  • 10W40
  • 15W40
  • In kalten Regionen 10W30.

Von vielen Entenfahrern wird 20W40 oder 20W50 als Standardöl empfohlen und genutzt. Als Vorteile werden u.a. ruhigerer Motorlauf und geringerer Ölverbrauch bzw. Schwitzleckage genannt. Kritik an dieser Empfehlung gründet auf der vergleichsweise höheren Viskosität bei kaltem Motor, die nachteilig für Gleitlager ist. Beobachtungen bzgl. geringerem Ölverbrauch und Leckage aufgrund der höheren Viskosität werden als unplausibel eingeschätzt.

Als Ölempfehlung besonders für den Kaltstart wird 10W40 oder 5W40 genannt, das bei niedrigen Motortemperaturen eine deutlich niedrigere Viskosität hat als ein 15W40 oder 20W50 bei gleicher Temperatur und damit die Lager besser schmiert. Wegen des höheren Viskositätsindex sind die Viskositäten bei betriebswarmem Motor vergleichbar.

Ölmengen

Die Füllmenge beträgt 2,3 Liter. Nach Abnehmen und Entleeren der Ventildeckel, z.B. bei der Ventilspielkontrolle, erhöht sich die benötigte Füllmenge um ca. 0,2 l.

Der Mengenunterschied zwischen min. und max. Markierung am Ölpeilstab beträgt 0,5 Liter.

Während der Einfahrzeit können Motoren bis zu 0,5 l / 1000 km verbrauchen. Im eingefahrenen Zustand sollte es max. 0,1 l / 1000 km sein.

Ölwechsel

Als Ölwechselintervall wird je nach Quelle 5.000, 7.500 oder 10.000 km angegeben. Die Umstellung erfolgte ohne weitere technische Änderungen am Motor 1978 auf 7.500 km, und 1985 auf 10.000 km. Bei entsprechender Öl- und Filterqualität spricht nichts gegen die Verwendung der längeren Wechselintervalle auch bei Motoren mit externem Ölfilter aus der Zeit vor 1985 bzw. 1978. Für Motoren ohne externem Ölfilter empfiehlt sich ein Wechselintervall von maximal 5.000 km.

Bei geringeren Jahresfahrleistungen als der gewählte Ölwechselintervall empfiehlt sich der Ölwechsel einmal im Jahr.

Ölfilterwechsel spätestens bei jedem zweiten Motorölwechsel durchführen.

  • Motor auf Betriebstemperatur bringen
  • Fahrzeug auf ebener Fläche abstellen
  • Ausreichend großen Auffangbehälter unter der Ölablassschraube positionieren
  • Ölablassschraube SW 21 mittig im Ölwannenboden lösen und entnehmen. Achtung, Verbrennungsgefahr!
  • Öl komplett ablaufen lassen.
  • Ölablassschraube mit neuem Dichtring (Kupfer oder Alu) montieren, Anzugsmoment 35 - 45 Nm
  • Ggf. Ölfilter abschrauben, neuen Ölfilter mit frischem Motoröl vorfüllen, Gummidichtring mit frischem Motoröl benetzen, Ölfilter aufschrauben und kräftig handfest anziehen
  • Frisches Motoröl einfüllen. Um ein Überfüllen zu vermeiden, o.g. Füllmengen nicht überschreiten.
  • Motor starten und kurz laufen lassen. Erlöschen der Öldruckkontrollleuchte überwachen!
  • Motor abstellen und nach mehreren Minuten Stillstand den Ölstand am Peilstab kontrollieren.