Ölkreislauf

Aus 2cv-wiki.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Ölkreislauf des 2CV ist der Kreislauf des Schmieröls im Motor. Es ist ein geschlossenes Druckumlaufsystem.

Der Grundaufbau des Ölkreislaufs ist über die gesamte Bauzeit des 2CV im Wesentlichen gleich. Änderungen betreffen die Einführung des Ölfilters, Druckhalte- und Bypassventile sowie die Einbindung des Ölkühlers im Kreislauf.

Frühe Typen

Zu den frühen Typen gehören die Motortypen A 53 (375 und 425 ccm) sowie M 4 (602 ccm, 21 PS).

Hier führt der Ölkreis aus der Ölwanne durch das Sieb der Ansaugglocke in die Ölpumpe. Von der Ölpumpe aus teilt sich der Ölstrom: Ein Teil wird durch das hintere Nockenwellenlager in das hintere Kurbelwellenlager geführt. Der andere Teil wird durch die hohlgebohrte Nockenwelle in das vordere Nockenwellenlager geführt.

Nach dem vorderen Nockenwellenlager wird der Ölstrom erneut geteilt. Der eine Teil wird zum linken Zylinderkopf geleitet. Der andere Teil wird durch den Ölkühler zum vorderen Nockenwellenlager, zum rechten Zylinderkopf und zum Öldruckventil beim rechten Zylinderfuß geleitet.

Merkmal dieser Motoren ist, dass das Öl zum linken Zylinderkopf nicht gekühlt ist, dieser ist damit thermisch höher belastet.

Vor 1970

Zu den späteren Motortypen bis November 1970 gehören die Typen A 79, A 79/1 und M 28/1 ohne externen Ölfilter. Der einzige Unterschied zu den frühen Typen ist, dass nun auch das Schmieröl für den linken Zylinderkopf erst nach dem Ölkühler abgezweigt wird, und so auch der linke Zylinderkopf mit gekühltem Öl versorgt wird.

Nach 1970

Im November 1970 wurde der externe Wechselölfilter eingeführt und dazu der Ölkreislauf im Motor verändert.

Anstatt durch die hohlgebohrte Nockenwelle wird das Schmieröl nun durch eine Ölbohrung unter dem rechten Zylinder zu den vorderen Lagern geleitet. Hinzu kommen ein Öldruckschalter vor dem linken Zylinderfuß, sowie ein Bypassventil hinter dem Öldruckventil beim rechten Zylinderfuß.

Der Ölkreis führt also unverändert aus der Ölwanne durch das Sieb der Ansaugglocke in die Ölpumpe. Von der Ölpumpe aus wird das hintere Nockenwellenlager direkt mit Schmieröl versorgt, es ist also das einzige Lager das nicht mit gefiltertem Öl versorgt wird. Der verbleibende Ölstrom wird in den Ölfilter geführt. Nach dem Ölfilter wird die Ölversorgung zum hinteren Kurbelwellenlager abgezweigt. Der restliche Ölstrom gelangt durch die Ölbohrung im Gehäuse zum vorderen Nockenwellenlager, von dort aus am Öldruckschalter vorbei in den Ölkühler. Nach dem Ölkühler wird der Ölstrom aufgeteilt und zum vorderen Kurbelwellenlager, den Zylinderköpfen sowie zun Öldruckventil geleitet.

Vom vorderen Nockenwellenlager führt eine neue Bohrung über das Bypassventil direkt zu der Verzweigung nach dem Ölkühler. Im Fall eines beschädigten oder verstopften Ölkühlers werden so Kurbelwelle und Zylinderköpfe weiterhin mit Schmieröl versorgt.