Kantbolzen

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Gebrauchte Kantbolzen der Vorder- (links) und Hinterachse (rechts).

Der Kantbolzen, gerne auch als Dreikantbolzen bezeichnet, ist im Federungssystem der 2CV das Verbindungsglied zwischen der Zugstrebe der Federung und dem Schwingarm.

Eingebaut sind sie an den nach unten ragenden Auslegern der Schwingarme, gesichert werden sie durch Sicherungsklammern.

Für Vorder- und Hinterachse sind die Kantbolzen unterschiedlich groß:

Originale Kantbolzen sind aus einem Sintermetall gefertigt, die vor dem Ersteinbau längere Zeit in Öl eingelegt werden sollen. Nachfertigungen sind häufig aus Stahl gefertigt und evtl. verzinkt. Verschiedenen Erfahrungsberichten zufolge sind Nachfertigungen deutlich weniger haltbar als Originalbolzen. Für die Funktion oder zur Vermeidung von Geräuschen brauchen die Kantbolzen nicht geschmiert zu werden, da das Federstrebenauge nicht auf dem Bolzen gleitet, sondern auf seiner Kante kippt bzw. abrollt. Voraussetzung ist ein nicht verschlissenes Federstrebenauge. Bei verschlissenem Auge bildet sich im Auflagebereich des Kantbolzens eine Kuhle, in der der Bolzen dann reibt. In solchen Fällen empfiehlt sich das Schmieren der Kante mit hochdruckfestem Fett, z.B. Staburags. Fortschreitender Verschleiß erhöht jedoch die Gefahr, dass das Federstrebenauge reißt oder bricht.

Ausbau

Zum Ausbau des Kantbolzens Fahrwerk entlasten, damit das Federstrebenauge nicht mehr an der Kante anliegt. U.U. muss dazu die Federsstrebe mit einer Gripzange direkt am Gewinderohr des Federtopfs blockiert, und danach das Fahrzeug etwas angehoben werden. Dann die äußere Sicherungsklammer abziehen und den Kantbolzen mit einem Schlagdorn Richtung Fahrzeugmitte klopfen, bis er zwischen Schwingenausleger und Chassis entnommen werden kann. Schlagdorn mittig auf der Bolzenstirnseite ansetzen, damit nicht die Bolzenkante ausbricht.